
Thüringen versucht seit Februar 2026 mit einem finanziellen Anreiz mehr angehende Lehrkräfte für Schulen auf dem Land und in Mangelfächern zu gewinnen. Wenn Du Dein Referendariat in einer Bedarfsregion absolvierst, kannst Du einen Zuschlag von 70 % auf Deine Anwärterbezüge erhalten – das sind je nach Schulart rund 1.220 bis 1.250 Euro brutto zusätzlich pro Monat.
Die erste Bilanz zeigt jedoch: Das Geld allein überzeugt nicht alle. Von 124 Lehramtsanwärtern kamen nur 45 überhaupt für die Förderung infrage. Davon beantragten lediglich 19 den Zuschlag, und nur 15 erhielten ihn.
Trotzdem bewertet das Bildungsministerium den Start als Erfolg. Erste Erfahrungen zeigen, dass die finanzielle Förderung durchaus Einfluss auf die Wahl des Ausbildungsortes haben kann. So entschied sich bereits ein Lehramtsanwärter gezielt für eine Schule in einer Bedarfsregion.
Das Förderprogramm läuft zunächst bis Juli 2028. Bis dahin sollen die geförderten Regionen und Mangelfächer regelmäßig an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.
Das Ziel dahinter ist klar: Wenn Du Dein Referendariat bereits auf dem Land absolvierst, steigen die Chancen, dass Du später dauerhaft dort unterrichtest – und so langfristig gegen den Lehrkräftemangel hilfst.